DIE AUSGANGSLAGE
Die Alte Feuerwache in Wuppertal hat sich durch ihre unermüdliche Sozialarbeit einen Namen als interkulturelles und generationsübergreifendes Begegnungszentrum gemacht. Insbesondere die Möglichkeiten, die Kindern und Jugendlichen hier für Spiel, Sport und Spaß geboten werden, sind vielfältig und preisgekrönt. Dabei stehen persönlichkeitsbildende Aktivitäten wie das Training von richtiger Selbsteinschätzung, Angstüberwindung, Sensibilisierung für den Anderen, Übernahme von Verantwortung, aber auch Hausaufgabenhilfe und Kinderzirkus im Vordergrund. Diese Aktivitäten des so genannten "Offenen Bereichs" werden weitgehend von der Stadt Wuppertal mit jährlichen Pauschalzuweisungen finanziert. Doch die Alte Feuerwache hat sich inzwischen deutlich über den ursprünglichen Rahmen hinaus weiterentwickelt, und gerade dieser Teil der Aktivitäten, der in den besonders kritischen Bereich der Jugendarbeit hineinwirkt, wird von den städtischen Pauschalzuweisungen nicht gestützt.
So setzt sich das bisher als Projekt betriebene "Gesunde Kinderhaus" zum Ziel, Kindern und Jugendlichen aus problematischen Umfeldern mit erzieherischen und therapeutischen Maßnahmen das Rüstzeug zu einer Entwicklung als lebenstüchtige junge Menschen zu verschaffen. In Zusammenarbeit mit der
Ärztlichen Beratungsstelle Bergisch-Land Remscheid können auch schwierige Problemfälle an der Grenze zur Notwendigkeit staatlicher Eingriffe aufgefangen werden. Diese Aktivitäten werden in lebendigem und fruchtbarem Kontakt zur normalen Kinderumwelt betrieben, was Stigmatisierung und ein Abdriften der betroffenen Kinder und deren Familien in eine soziale Ghetto-Lage verhindern hilft. [ weiter ]