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ZUR GESCHICHTE DER FEUERWACHE

Die Umgestaltung der ehemaligen Hauptfeuerwache und der dazugehörenden Außenfläche vollzog sich über viele Jahre und in etlichen kleinen Schritten. Erste Überlegungen gab es bereits in den 80er Jahren, die sich 1990 konkretisierten, als die Feuerwache der Stadt aus dem im Jahre 19xx errichteten Komplex an der Gathe auszog. Schon damals entwickelte sich der Gedanke, eine infrastrukturell und städtebaulich attraktive Angebotskombination zu schaffen, die sich wechselseitig ergänzen und befruchten sollte.

Anfang 1991 übernahm das Nachbarschaftsheim Wuppertal e.V. zunächst den südlichen Teil des Gebäudes, der nördliche wurde als städtische Übernachtungsstelle für nichtsesshafte Männer genutzt. In den folgenden Monaten wurde die Alte Feuerwache durch die MitarbeiterInnen in Eigenregie gesäubert und renoviert. Im September 1991 dann startete der Kinderbereich, die ersten Vereine konnten in den Abendstunden und am Wochenende die Räume nutzen.

Da der Bedarf und die Nachfrage so stark waren, konnte in Gesprächen mit der Stadtverwaltung erreicht werden, dass ab 1995 auch der nördliche Gebäudeteil für Kinder, Jugendliche und Erwachsene peu à peu nutzbar wurde. Übrigens wurde auch dieser Gebäudeteil anfangs in Eigenarbeit renoviert.

Seit 1997 ist überdies die RAA Wuppertal (i.e. Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kinder und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) in der Alten Feuerwache untergebracht.

Kulinarisches gab es von 1997 bis 2007 in Yusuf Yildiz' Café Rojan, das in den ehemaligen Wagenhallen auf der Nordseite unterkam. Der angrenzende große Biergarten liegt in direkter Nachbarschaft zu den Spiel- und Liegeflächen für Kinder und Jugendliche. Seit dem Frühjahr 2008 wird die Gastronomie von einem neuen Pächter betreut - und bekam im Zuge dessen auch einen neuen Namen: Café Sila.

Da es im Stadtzentrum von Wuppertal Elberfeld kaum Grünflächen für die Kinder zum Spielen gibt, wurde zeitgleich der sogenannte Erlebnisraum im Rahmen einer Gewaltpräventionsmaßnahme konzipiert und alsbald umgesetzt. Seit 1997 können die Kinder aus dem Quartier sich hier gefahrlos austoben.

Schließlich wurde der gesamte Komplex zwischen 1999 und 2001 mit Mitteln aus dem Städtebauförderungsprogramm des Landes NRW komplett saniert. In dieser Phase wurde auch der Schlauchturm der ehemaligen Hauptfeuerwache innen zu einem abenteuerlichen Kletterturm umgebaut. Für das Projekt 'Erlebnisraum mit Kletterturm' erhielt die Stadt Wuppertal im Jahr 2002 einen Sonderpreis von der "Stadt und Raum | Messe und Medien GmbH". Bundesweit hatten über 85 Städte an diesem Wettbewerb teilgenommen.

Im Zuge dessen enstand auch im neu gestalteten Innenhof der Alten Feuerwache ein weiterer interessanter Ort für kulturelle Zwecke: die Freilichtbühne. Regelmäßige Veranstaltungen, seit Sommer 2002 beispielsweise das populäre jährliche Open-Air-Kino TALflimmern , runden seither das Angebot ab.

Im Jahr 2006 startete die Alte Feuerwache überdies das Projekt ' Das Gesunde Kinderhaus', das zum einem großen Teil aus Mitteln der Aktion Mensch finanziert wird. Weitere Unterstützung erfährt dieses innovative Projekt von den Wuppertaler Lions Clubs, beispielsweise auch vom LC Corona.

Heute ist die Alte Feuerwache als internationales Begegnungszentrum an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Es gibt etliche Angebote für Jung und Alt. Ob Beratung, Freizeitbeschäftigung, Kinderbetreuung, Sport, Bildung oder Kultur: In der Alten Feuerwache findet sich alles unter einem Dach.

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