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Neuer Förderverein zur Unterstützung der 8samkeitsgruppen nimmt seine Arbeit auf:

In den letzten Jahren durften wir glücklicherweise stets auf ein breites bürgerschaftliches Engagement und Unterstützung unserer Arbeit setzen. Ohne dieses wäre vermutlich ein guter Teil unser heutigen Arbeit nicht möglich und die Alte Feuerwache hätte sich (konzeptionell) nicht dahin entwickeln können, wo Sie heute steht.

Ideen und innovative Projekte für die Kinder und Jugendlichen aus ganz Wuppertal umzusetzen erfordert hier und da ein dickes Fell, Durchhaltevermögen, Mut und Zuversicht. Dabei hilft uns die Wertschätzung und das Vertrauen in unsere Arbeit von vielen Bürger*innen, die uns und unserer Arbeit den Rücken stärken. Aus einem langjährigen Kreis an Unterstützenden heraus bildete sich - angetrieben von einer bemerkenswerten Energie - eine schlagkräftige und multiprofessionelle Truppe, um gemeinsam mit der pädagogischen Leiterin Jana Ihle und unserem Geschäftsführer Joachim Heiß das Unterfangen "Förderverein für Unterstützung und Sicherung der Achtsamkeitsgruppen" in Angriff zu nehmen.

Wir freuen uns riesig, dass nun am 1. November der Verein "Chance_8" offiziell seine Arbeit aufnimmt und dabei mit Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer zwei Wuppertaler Persönlichkeiten für die Schirmherrschaft gewinnen konnten. Bei einem ersten Besuch in der Einrichtung gab bereits es einen regen Austausch und ein großes Interesse an den Themen sowie an einer aktiven Beteiligung durch die beiden Schirmherr*innen.

Lesen Sie hierzu mehr im Artikel der Wuppertaler Rundschau. Wir möchen Sie herzlich einladen Mitglied zu werden!

Chance 8 Front Logo klein

 

Im späten September fand das Viertelfest statt. Gemeinsam mit anderen Institutionen und Vereinen aus dem Mirker Quartier haben wir ein buntes Fest für die Bewohner*innen der Nordstadt ausgerichtet. Neben der erneuten Auflage des "Familienflohmarkt", wurde auch das vom Lions Club Bergisch Land/ Wuppertal unterstützte "Crossolympixx" -Turnier durchgeführt. Bereichert wurde das Fest durch das stimmungsvolle, äußerst vielfältige kulturelle Rahmenprogramm. Zum Glück spielte auch das Wetter mit und der Sommer gab sich (fast) ein letztes Mal die Ehre.

Wir freuen uns sehr über den sehr treffenden und stimmungsvollen Bericht durch die Redaktion des "Quartier Mirke":

"Am vergangenen Sonntag, dem 25. September fand in der Alten Glaserei am Utopiastadt Campus ein Viertelfest mit Familienflohmarkt statt. Bereits zum zweiten Mal fand die Veranstaltung hier statt und erzeugte eine ganz besondere Atmosphäre. Initiiert wurde die Veranstaltung von der Alten Feuerwache [LINK], dem Kulturkindergarten [LINK], der Flüchtlingshilfe Nordstadt [LINK] und Hand in Hand – Verein für interkulturelle Begegnung e.V. [LINK]. Wir waren natürlich vor Ort und durften an diesem Tag eine ganz besondere Stimmung im Quartier vernehmen, die nur schwierig im Rahmen dieses Artikels festzuhalten ist. Der Versuch möchte aber gewagt werden!

Foto Viertelfest

(Foto: W. Sondermann, quartier-mirke.de)

Nachdem die letzten Tage allesamt von grauen Wolken und unerwarteten Schauern geplagt waren, ist dieser Sonntag von blauem Himmel und Sonnenschein gezeichnet. Eine ganz besondere Stimmung machte sich breit, die nur an wenigen Tagen des Jahres so sehr zu spüren ist. Der Genuss der Sonnenstrahlen, die vermeintlich die letzten in diesem Jahr sein könnten und die Haut gerade deswegen auf eine ganz besondere Art und Weise berühren. Dieses sonnengeküsste Gefühl scheint allgegenwärtig zu sein. Der Zaun zwischen Utopiastadt und der Alten Glaserei wurde geöffnet – die Kinder des Viertels laufen umher und spielen. Auf der Bühne vor dem Gebäude steht ein Kinderchor, der die eingeprobten Lieder singt und von umstehenden Menschen belauscht wird. In der Industrie-Halle dahinter ist das Trödelchaos ausgebrochen. An über 50 Ständen verkaufen Eltern und Kinder ihre alten Klamotten, Spielsachen und sonstige Gegenstände, die ein zweites Leben verdient haben. Menschen stöbern in Kinderbüchern herum, erfreuen sich ihrer Funde und quetschen sich aneinander vorbei. Im benachbarten Raum, mit angrenzender Terrasse hinter der A46, gibt es kostenlose Getränke und Speisen. Die Autobahn und ihr alltäglicher Lärm scheint doch fern. Trommelschläge schallen aus dem dahinter liegenden Raum, in dem Kinder ihre musikalische Ader ausleben und sich schminken lassen können.

Mit einem vielschichtigen Bühnenprogramm von lokalen Künstler*innen, zahlreichen Mitmachaktionen für Kinder und einer breiten Variation von Essen und Trinken blieben hier während des Trödelns absolut keine Wünsche offen. Die Veranstaltung schaffte es dadurch, den besonderen Charakter des Mirker Quartiers abzubilden. Ein bedingungsloses Miteinander, das auch abseits von konsum- und profitorientierten Sphären stattfindet. Denn während ein großer Teil der Veranstaltungen im Quartier oftmals für einzelne Nischen von Interesse sind, zeichnete sich das Viertelfest gerade dadurch aus, dass es diesen Nischen einen geteilten Raum mit niederschwelligem Zugang eröffnet. Hier trifft die Vielfalt der Menschen aufeinander, die das Quartier aufgrund ihrer individuellen Existenzen erschaffen. Stadtentwicklung wird somit zu einem fühlbaren Prozess, der aus der Ko-Existenz der Anwohner*innen hervorgeht. Diese Perspektive wird in vielen Stadtentwicklungsprojekten leider oftmals vergessen. Denn das wirkliche Leben der Quartiersbewohner*innen findet selten im Rahmen der Veranstaltungen statt, die explizit zu diesem Zwecke abgehalten werden.

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Es bleibt daher die Maxime, dass Stadtentwicklung sich nicht von den Menschen lösen sollte, die in der „zu entwickelnden“ Stadt leben. Das Viertelfest und dessen Initiator*innen zeigen den Weg dahin auf! Wir hoffen in Zukunft auf noch viele weitere Veranstaltungen, die diese Atmosphäre in sich tragen können. Ob in etablierten Stadtentwicklungsprojekten, in heimischen Hinterhöfen oder auf den Straßen unseres Quartiers!"

(Quelle: Mosche, quartier-mirke.de / Link zum Artikel)

Sammy Betterplace HP

Hallo, ich bin Sammy! Ich möchte dir was erzählen:
Ich wohne zusammen mit meiner Mutter und zwei Geschwistern in einer kleinen Wohnung im Mirker Quartier. Die ist schön, aber als wir wegen Corona nicht so oft rausgehen konnten habe ich mich oft mit meinem großen Bruder gestritten. Mit dem teile ich mir ein Zimmer. Hier gibt es viele Straßen und alte Häuser. Manchmal fehlt mir der Platz zum Spielen. Dann bin ich froh, dass ich in die Alte Feuerwache gehen kann -meistens direkt nach der Schule. Manchmal, wenn Mama mir kein Frühstück machen konnte, freue ich mich besonders auf das leckere Mittagessen. Oft bekommt Mama den 1 € für das Mittagessen nicht zusammen oder es sind viele, viele kleine Cent-Stücke, die ich nicht so gerne abgeben will. Oft drückt Sylvia ein Auge zu und ich kann später bezahlen. Ich kann immer so viel essen, bis ich keinen Hunger mehr habe. Dann versuche ich zusammen mit vielen anderen Kindern meine Hausaufgaben zu machen. Das ist ganz schön schwer, da es manchmal laut ist und viele Kinder Hilfe brauchen. Viele Sachen kann ich noch nicht so gut wie die anderen Kinder aus meiner Klasse. Die meiste Schulzeit mussten wir wegen Corona zu Hause bleiben und meine Mama konnte mir die Schulaufgaben nicht ausdrucken oder erklären. Also habe ich zu Hause fast nichts gelernt, obwohl ich schon in der zweiten Klasse bin. Jetzt in der Schule bin ich oft müde oder habe Bauchschmerzen. Ich habe Angst, dass der Lehrer schimpft, weil ich die Aufgaben nicht schaffe und so oft nachfragen muss. Dann traue ich mich nicht in die Schule. Außerdem kann ich zu Hause oft nicht gut schlafen, weil meine kleine Schwester dann weint oder meine Zähne wieder weh tun. Manchmal weint auch meine Mutter. Dann versuche ich sie zu trösten. Oft bin ich selber traurig oder wütend und weiss nicht warum. Dann würde ich gerne getröstet werden.


Kinder wie Sammy gibt es viele. Wir sind überzeugt, dass er und die vielen, vielen anderen Kinder, für die er stellvertretend spricht, alle Chancen verdient haben. Das können wir jedoch nicht allein schaffen! Eine zunehmende Verknappung der Ressourcen kollidiert mit einer zunehmenden Verschärfung der Bedarfslagen. Die mit der Corona-Krise einhergehenden Beschränkungen wirkten sich nachweislich stark auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus. Die negativen Folgen im Hinblick auf psychische Gesundheit, motorische Entwicklung, soziale Interaktionen und Bildung sind bereits jetzt spürbar.
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