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Entenrennen: Lions Club spenden für 8samkeitsgruppe

Aktion der Wuppertaler Lions: 5000 Plastikenten „erschwimmen“ 50 000 Euro für gute Zwecke

 WZ Entenrennen 2023klein

Freuen sich über das erfolgreichste Entenrennen aller Zeiten: (obere Reihe v.l.) Kerstin Wülfing (Kinder- und Jugendhospiz), Nadine Most und Luisa Rieß (Kinder- und Jugendwohngruppen) und Mark Wiebel (Präsident des Lions Clubs) und (untere Reihe v.l.) Thomas Kraus (Vorsitzender Hilfswerk Lions Club), Jana-Sophia Ihle (Alte Feuerwache) und Christina Maar (Lions Club). Foto: Lions Club

 

Das sechste Entenrennen des Lions Clubs Wuppertal Schwebebahn hat ein Rekordergebnis eingebracht. 50 000 Euro sind zusammengekommen. Das Geld ist jetzt Vertretern von mehreren Einrichtungen und Gruppen übergeben worden.

 

Die „8samkeitsgruppe II“ der Alten Feuerwache an der Gathe bekommt 17 500 Euro. Die Kindernotaufnahme Am Jagdhaus und das Bergische Kinder- und Jugendhospiz erhalten jeweils 10 000 Euro. Zudem gehen 2500 Euro an die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die seit Beginn des Entenrennens den Lions Club mit vielen Helferinnen und Helfern am Renntag unterstützt. Das restliche Spendengeld wird auf weitere Empfänger verteilt: Jeweils 2000 erhalten Projekte für ukrainische Kinder in Wuppertal, der Spielplatz Ronsdorf, der Kinderschutzbund mit seinem Sorgentelefon, der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) Oberbarmen/Adlerbrücke sowie die Kindertafel.

 

„So eine hohe Spende ist außergewöhnlich“, freut sich Kerstin Wülfing vom Kinder- und Jugendhospiz Burgholz. Der größte Teil der Hospiz-Arbeit wird aus Spenden finanziert. „Wir sind sehr froh, dass wir so wichtige Institutionen in Wuppertal mit unseren Spenden unterstützen können“, sagt Thomas Kraus, Vorsitzender des Hilfswerks des Lions Clubs Wuppertal Schwebebahn. Traditionell unterstützt der Club die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

 

Das Entenrennen fand am 20. August im Rahmen des Sommerfestes an der Junioruni statt. Viele Wuppertalerinnen und Wuppertaler hatten sich ein Los für fünf Euro gekauft. Viele Unternehmen der Stadt und der Region hatten zudem die Veranstaltung mit „Unternehmens-Enten“ unterstützt. Sie werden von den Firmen individuell gestaltet und gehen immer außer Konkurrenz ins Wasser.

Preise im Wert von 8000 Euro

 Beim Entenrennen selbst werden 5000 Plastikenten in die Wupper gelassen, die dann um die Wette schwimmen. Zu gewinnen gibt es Preise, die zuvor von Personen und Unternehmen gespendet worden waren. Es wurden Preise im Gesamtwert von 8000 Euro verlost. Den Hauptpreis, einen Reisegutschein in Höhe von 3000 Euro, hat der Wuppertaler Tom Focke gewonnen. Er möchte mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in den Osterferien eine Reise in den Süden unternehmen.

Quelle: WZ Wuppertal vom 16.12.2022, Link zum Artikel

 

WZ: "Armut in der Kindheit ist ein Dauerthema"

In der WZ berichtet unsere pädagogische Leiterin über die Erfahrungen der Alten Feuerwache. Hier gehts zum Artikel: Link Artikel WZ

Jana Ihle berichtet aus der Alten Feuerwache: Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}

„Armut in der Kindheit ist ein Dauerthema“

Armut Dauerthema

Kinder kommen vor allem aus der Nordstadt, vom Ostersbaum und aus der Innenstadt zur Alten Feuerwache an der Gathe. Foto: Andreas Fischer

 

Von Anne Palka, WZ Wuppertal

Nordstadt

"Ungefähr 80 bis 100 Kinder und Jugendliche kommen jeden Tag in die Alte Feuerwache an der Gathe. Sie leben vor allem in der Nordstadt und am Ostersbaum – Quartiere, in denen viele Familien leben, die nicht viel Geld zur Verfügung haben. „Armut in der Kindheit ist ein Dauerthema. Das erleben wir seit vielen Jahren, aber es hat sich intensiviert“, sagt die pädagogische Leiterin Jana Ihle. Am Montag hielt sie erstmals das erziehungswissenschaftliche Fachbuch in der Hand, für das sie einen Praxisbericht geschrieben hat. Veröffentlicht wurde es von Raphael Bak und Claudia Machold, die Professorin an der Bergischen Universität Wuppertal war und zusammen mit der Alten Feuerwache Forschungsprojekte zum Schwerpunkt Ungleichheiten umgesetzt hat.
Die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit hätten sich in den vergangenen Jahren verändert, sagt Jana Ihle: Zu Freizeit- und Bildungsangeboten sei immer mehr die Basisversorgung gekommen. Ungefähr 80 Kinder essen täglich in der Alten Feuerwache zu Mittag. „Für die Kinder ist es so wichtig, nicht nur den Magen vollzukriegen, sondern auch die Atmosphäre, gemeinsam zu essen. Wir wissen, dass es für viele die einzige warme Mahlzeit am Tag ist.“ Der Zulauf sei in den vergangenen Wochen gestiegen, wahrscheinlich eine Folge der hohen Kosten für Energie und Lebensmittel. Es habe immer schon Kinder in der Alten Feuerwache gegeben, deren Familien der Strom abgestellt wurde, weil sie ihn nicht mehr zahlen konnten. Jana Ihle befürchtet, dass dieses Problem in diesem Winter zunimmt. „Wir sind wirklich sehr besorgt.“ Während sich die Situation zuspitzt, muss die Einrichtung ebenfalls mit dem Geld auskommen, das ihr zur Verfügung steht. Das Mittagessen wird durch Spenden finanziert.Während der Corona-Pandemie gab es Wochen, in denen die Alte Feuerwache ihr Angebot kaum unterbreiten durfte. Auch Schulen waren geschlossen. „Das war eine ganz harte Phase für viele Kinder. Sie haben unglaublich gelitten“, sagt Jana Ihle. Nun stellen die Pädagogen gravierende Defizite fest: Viele Kinder hätten Probleme mit der Motorik – eine Schere zu halten, einen Ball zu werfen, zu balancieren. Auch das Sozialverhalten sei beeinträchtigt. Kinder haben Schwierigkeiten, sich in Gruppen zurechtzufinden, sind aggressiv, haben kaum Frustrationstoleranz. „Das haben wir immer beobachtet bei Kindern, aber mittlerweile ist das fast zur Regel geworden.“ Die Alte Feuerwache bietet ihnen kleine, stabile Gruppen mit klaren Strukturen und Bezugspersonen. „Das gibt eine Sicherheit. Die Kinder wissen genau, was sie hier erwartet.“ Nur Kinder, die sich sicher fühlen, seien in der Lage, gut an Bildungsangeboten teilzunehmen.„Viele Kinder bringen eine unglaublich hohe Stressbelastung mit, sind überfordert, mit Herausforderungen umzugehen.“ Das äußere sich durch körperliche und psychische Symptome: Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Einsamkeit, Traurigkeit. Fast zwei Drittel von 100 Kindern in der Alten Feuerwache, die befragt wurden, hätten eine altersunangemessene und tendenziell gesundheitsgefährdende Belastung. Die Pädagogen beziehen die Eltern ein. „Auch ihnen geht es oft nicht gut. Es gibt chronische Armut, Fluchterfahrungen, Arbeitslosigkeit und negative Rückmeldungen zum Kind.“ Die Pädagogen nehmen gewisse Aufgaben ab, helfen zum Beispiel bei den Hausaufgaben. Ziel ist, die Familien über eine längere Zeit zu begleiten. „Armut ist etwas, das Familien und Kinder massiv belastet.“"

WZ, 19.10.2022

 

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